Im Homeoffice wie Zuhause
10 Tipps, wie man das Beste aus dem Homeoffice macht.
29 März, 2020 durch
Kirill Polenov

Angesichts der aktuellen Situation dürfen die meisten von uns zuhause arbeiten und das Leben aus dem Homeoffice genießen (was ja definitiv einer der besseren Aspekte des Ganzen ist.). Alles wunderbar, bis der Nachbar plötzlich Musik hört, die Kinder spielen wollen, die Wäsche wäre auch gerade fertig und das Mittagessen kocht sich ja auch nicht von selbst. So schnell ist jegliche Produktivität für den Tag weg. 

Bei datenpol sind wir regelrechte Profis im Homeoffice, weshalb wir unsere Erfahrungen teilen wollen und unseren Lesern den Arbeitsalltag zuhause nicht nur stressfreier, sondern auch erfolgreicher machen wollen. Hier sind 15 Tipps, die uns regelmäßig aushelfen, auch von zuhause unsere beste Arbeit leisten zu können.

1. Alles beginnt mit dem Setup. So wie ihr Büro in der Arbeit für Ihren Job ausgestattet ist, sollte auch zu Hause die richtige Umgebung geschaffen werden. Hier eine kurze Checkliste:

  • Weg vom Verkehr: Damit ist Straßen- als auch Menschenverkehr gemeint. Sowohl Straßenlärm, als auch Familienmitglieder, die am Arbeitsplatz vorbeigehen, lenken ab. Suchen Sie sich einen Ort, wo Sie Ihre Ruhe haben, und anderen gleichzeitig nicht im Weg sind. 

  • Etwas zu anschauen: Völlig isolierte, stimulationslose Räume können oft mehr ablenken als helfen. Etwas worauf man die Augen ausruhen lassen kann wie ein Fenster oder Pflanzen schaffen schnell ein besseres Arbeitsklima.

  • Kein Chaos: Was am Tisch liegt, liegt im Kopf. Halten Sie Ihren Arbeitsplatz frei von Ablenkungen. Zumindest sollte Ihr Tisch nicht sofortige Ablenkungen bieten und nur das für die Arbeit notwendige Material bereitliegen haben.

2. Klare Pausen, klare Ablenkungen. Wenn man Zuhause ist, vergisst man, oft Pausen zu machen. Pausen steigern jedoch die Produktivität und gerade im Homeoffice hat man viel mehr Auswahl an Ablenkungen als im Büro. Das, was man in den Pausen macht, sollte sich so stark wie möglich von ihrer Arbeit unterscheiden. Nützen Sie ihr Motorikzentrum aus und machen Sie etwas Bewegung. Mein persönlicher Favorit ist Jonglieren. Ich habe meine Bälle immer unter dem Schreibtisch - griffbereit, aber außer Sicht, damit ich nicht immer daran denken muss.

3. Komfort geht vor. Man kann in der besten Stimmung, frisch ausgeschlafen und bestens organisiert sein - wenn am Arbeitsplatz einem der Nacken und Rücken nach 20 Minuten schmerzen, wird es schwer noch produktiv zu sein. Sitzen Sie bequem? Laptops führen sehr oft zu einer ungesunden Rückenhaltung. Ein Laptop-Ständer und externe Maus und Tastatur sind hier eine riesige Hilfe.

4. Gesunder Körper, gesunder Geist. Wenn man den ganzen Tag nur bequem herumsitzt, spürt man schnell, wie träge man wird. Eben jetzt sollte man die Chance nutzen und in den Arbeitspausen etwas Sport machen. Übungen wie Yoga oder Zumba sind leicht online zu finden und für jeden im Wohnzimmer machbar.

5. Oft und schonungslos entrümpeln. Erst ein paar Tage am Schreibtisch, und schon häufen sich Notizen, Post-Its und Unterlagen. Nehmen sie sich die Zeit, am Ende des Tages aufzuräumen und nicht mehr benötigte Unterlagen in dem Müll wandern zu lassen. Oder besser: Klima schützen und digital arbeiten. #paperlessoffice

6. Auf die Augen schauen. Unsere Augen werden viel schneller müde, als man annimmt. Eine gute Regel, wenn man am Bildschirm arbeitet ist, alle 20 Minuten auf einen 10 Meter entfernten Punkt 20 Sekunden lang zu fokussieren. Also 20:10:20.

7. Her mit den Listen! Listen ganz bewusst im Plural. Anstatt eine Liste für den ganzen Tag zu machen, teilen Sie ihre Aufgaben in Tagesabschnitte auf. Somit lenken zukünftige Aufgaben nicht von den aktuellen ab. Und wenn eine Liste fertig ist, kann man Sie gleich jubelnd in den Mist werfen. So als Erfolgserlebnis für zwischendurch.

8. Kommunikation. Viele von uns haben nicht den Luxus, allein zu wohnen oder einen getrennten Raum für die Arbeit zuhause zu haben. Ob Familie oder Mitbewohner, es liegt an Ihnen, Ihre Bedürfnisse zu kommunizieren, damit Sie ungestört arbeiten können und Konflikte und Frust vermeiden.

9. Kleider machen Leute (und Arbeit). Zieht man sich ordentlich an, fühlt man sich anders und arbeitet auch anders. Gerade jetzt ist es verlockend, den ganzen Tag in der Unterhose zu verbringen, wenn man sowieso nicht raus gehen kann/soll. Machen Sie sich daher die Mühe, sich anzuziehen, als ob Sie ins Büro gehen. Das gibt dem Hirn eine klares Signal, dass jetzt gearbeitet wird. 

10. Wenn die Arbeit aus ist, ist sie aus. Setzen Sie einen klaren Strich, wann die Arbeitszeit für den Tag beendet ist. Räumen sie Ihre Unterlagen weg uns schenken Sie Ihre Aufmerksamkeit dem Feierabend. Wenn kein Ortswechsel zwischen Arbeit und Freizeit passier, ist es umso wichtiger die Zeit bewusst zu trennen. Ansonsten verfällt man leicht in einen trägen Dauerarbeits-Zustand, in dem man weder produktiv arbeiten kann, noch gänzlich die Freizeit genießt.

Konnten wir Ihnen etwas aushelfen? Oder haben wir den besten Tipp vergessen? Wir freuen uns jederzeit von Ihnen zu hören, ob mit Ideen und Anregungen, oder mit Fragen zu Homeoffice, ERP und Organisation.

Kirill Polenov
29 März, 2020
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