Open Source oder Proprietär?

Wieso offene Software Vorteile bringt.

Ich brauche ein ERP, was jetzt?

 Wenn es darum geht, die komplexen Abläufe eines modernen Unternehmens aufrechtzuerhalten, ist die von einem Unternehmen gewählte Softwareplattform einer der grundlegendsten Faktoren für den Erfolg des Unternehmens. Bei KMU ist diese Wahl besonders kritisch, da Budgetbeschränkungen und größere Wettbewerber ein ernstes Bedürfnis nach Effizienz und kostengünstigem Design bedeuten.

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Angesichts der Vielzahl von ERP-Lösungen, die heute auf dem Markt erhältlich sind, müssen viele Faktoren berücksichtigt werden, um die richtige auszuwählen. Ein wichtiger Faktor für KMU ist die Wahl zwischen lokalem und Cloud-Hosting. Ein in der cloud-gehostetes ERP bietet eine Reihe von Vorteilen für KMU gegenüber einem herkömmlichen ERP auf einem lokalen Server. Ein Cloud-basiertes ERP (Link to 4 Fragen) ist häufig flexibler und in der Lage, sich an ein wachsendes und sich ständig änderndes Geschäftsmodell wie das eines kleinen oder mittleren Unternehmens anzupassen. Die Kosten für Start und Wartung sind bei einer cloud-gehosteten Lösung ebenfalls viel geringer, da sie häufig in der Lizenzgebühr enthalten sind. 

Gleich nach der Entscheidung für das cloud-basierte ERP im Vergleich zum traditionellen ERP besteht die nächste Aufgabe für Unternehmen darin, die Wahl zwischen proprietärem und Open-Source-ERP zu treffen. Ohne dem entsprechenden Wissen ist diese Frage nicht so einfach für ein Unternehmen. Der Entscheidungsdruck ist umso größer, wenn das Unternehmen erstmals ein ERP-System einführt.

Bei proprietärer ERP-Software wird meist mit weitreichender Funktionalität geworben. Ein Unternehmen sollte sich jedoch auf die Benutzerfreundlichkeit und die Skalierbarkeit des Systems konzentrieren. Sollte Ihr Unternehmen nicht alle (oder zumindest einen Großteil) der Funktionen der Software nutzen, sind Lizenz- und Upgradekosten proprietärer Software meist verschwendetes Geld. Im Falle von Open-Source Software, spezifisch Odoo, erspart sich das Unternehmen unerwünschte Kosten. Das Lizenzmodell von Odoo erlaubt es, nur für die Module zu zahlen, die benötigt werden. 

Open-Source bietet auch weitere Vorteile. Dadurch, dass der Code von einer großen Gemeinschaft an Entwicklern eingesehen und kontrolliert werden kann, entspricht das Resultat sehr hohen Qualitätsansprüchen. Es muss der Irrglaube behoben werden, dass gute Software nur proprietär und nicht in einer Gemeinschaft entwickelt werden kann. Dadurch, dass Tausende Entwickler rund um die Welt gleichzeitig zum Projekt beitragen, können Lösungen für kritische Probleme viel schneller in das Odoo Framework eingearbeitet werden. Der starke Wettbewerb am Open-Source Markt bedeutet, dass die Software immer am neuesten stand gehalten wird, und konsequent in ihren Funktionen erweitert und verbessert wird, um die Ansprüche moderner Unternehmen zu erfüllen.

Hier sind die wichtigsten Unterschiede zwischen proprietärer und Open-Source ERP-Software: 

Open Source ERPProprietäres ERP
Aktive und verbundene Entwicklergemeinschaft
Sicherheitsupdates und Bugfixes sind frequenter, da die Community Bugs und Fehler identifizieren und beseitigen kann.
Langsame Weiterentwicklung
Sicherheitslücken und Bugs können im Vergleich zu Open-Source langsamer behoben werden. Support und Updates hängen von den Softwareanbietern ab.
Niedrige Inhaberschaftskosten
Nach den einmaligen Implementierungskosten fallen meist keine oder nur sehr geringe Lizenzkosten an. Sowohl die Instandhaltung als auch der Support ist wesentlich kostengünstiger. 
Hohe Inhaberschaftskosten
Implementierungskosten für proprietäre Software fallen sehr hoch an. Zusätzlich müssen teils hohe Lizenzkosten laufend bezahlt werden. Preise für Wartung und Support fallen höher aus.
Anbieterabhängigkeit
Dadurch, dass Open Source diversifiziert ist und eine aktive Community hinter sich hat, ist die Abhängigkeit con einem einzelnen Anbieter minimal. 
Starke Abhängigkeit vom Anbieter
Nutzer Proprietärer Software sind mehr oder weniger der Willkür des Anbieters ausgesetzt. Ist die Software implementiert, ist ein Wechsel zwischen Anbietern oft sehr kostspielig.
Offene Protokolle
Die Open Source Community hält sich an sogenannte "Open Standards" für Kommunikation und Datenformate. Das macht Open Source Software sehr interoperabel.
Undurchsichtigkeit
Proprietäre Software kann durch Nutzer weder modifiziert noch repariert werden. Natürlich kann man Fehlermeldungen sammeln und dem Anbieter weiterleiten, danach kann man aber nur auf eine schnelle Reaktion und Lösung hoffen.
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Wieso kosten Open Source ERP Systeme trotzdem Geld?

Wenn man erklärt, dass eine Software wie Odoo Open Source ist, dann ist die logische Annahme auch, dass es nichts kosten kann. Das stimmt auch - zum Teil. Ja, es ist in der Tat möglich, die Community Version von Odoo gratis zu installieren und zu betreiben. Für sehr kleine Betriebe ist diese Version manchmal ausreichend, ist aber sehr beschränkt in ihren Funktionen.

Die Enterprise Version hingegen ist sozusagen die Vollversion der Software und benötigt Lizenzen für jeden Nutzer, um zu funktionieren. Der Grund dafür liegt in den Funktionen der Enterprise Version. Um für Enterprise-Kunden notwendige Funktionen instand zuhalten, müssen Schnittstellen zu anderen Dienstleistungen immer aktuell gehalten werden und Industrienormen entsprechen. Im Falle von Odoo muss auch mit jeder Version entschieden werden, welche neuen Funktionen in der Community Version verfügbar gemacht werden, und welche zur Enterprise Version gehören.

Wenn entschieden wird, dass die breite Masse von der Funktion profitiert - kommt Sie in die Community Version. So war es zum Beispiel mit dem eLearning Modul in Version 13. Damit können Onlinekurse und -zertifizierungen angeboten werden. Diese Funktion ist vielfältig anwendbar, wird aber für kaum eine Firma der Kern des Geschäfts werden. Somit wird sie in der Gratisversion der Software zur Verfügung gestellt. 

Ist die Funktion nur für eine bestimmte Zielgruppe relevant, dafür aber von besonderer Wichtigkeit - wird Sie teil der Enterprise Version. Ein gutes Beispiel hier ist das Verleihmodul, wieder aus Version 13. Bei weitem nicht jedes Unternehmen hat Bedarf nach Verleihverwaltung, dafür ist es wiederum für viele Firmen der Kern des Geschäfts. Solche Funktionen können für viele Unternehmen entscheidend sein und werden daher in der kostenpflichtigen Version angeboten.

Wie passt das nun mit Open-Source zusammen? Die Community Version ist für jeden frei zugänglich und in ihrer Gänze auf GitHub zu finden. Weiters können (auch für die Enterprise Version) Erweiterungen und Schnittstellen frei entwickelt und im Odoo App Store angeboten werden. Dadurch konnte der App Store sehr rasant wachsen und enthält mittlerweile über 20.000 Apps für jeden denkbaren Zweck. Ist ein Unternehmen offizieller Partner von Odoo (so wie z.B. die datenpol), erhält es zusätzlichen Zugang zu Odoo Entwicklungsunterlagen, die aus Sicherheitsgründen nicht der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden können.

Die Lizenzkosten sind jedoch faktisch nie der größte Kostenfaktor einer ERP-Integration. Wie oben erklärt, können viele kleine Unternehmen mit einer Standardlösung arbeiten, z.B. der Odoo Community Version, ohne diese extensiv anpassen zu müssen. Selbstverständlich wird jedes Unternehmen ihr ERP System konfigurieren müssen, da Firmeninformationen etc eingetragen werden müssen. Das Problem mit sogenannten "einsatzfertigen" Lösungen, ist das ab einer bestimmten Unternehmensgröße nicht mehr das ERP an das Unternehmen, sondern das Unternehmen an das ERP angepasst werden muss, wenn es zur Gänze eingesetzt wird.

Ein starker Partner.

Hier kommen Integrationsunternehmen ins Spiel. ERP-Systeme kommen meistens als eine Art Bausatz, und müssen erst für das jeweilige Unternehmen abgestimmt und eingerichtet werden. Der Vorteil darin liegt im Endprodukt: Ein perfekt auf die internen Abläufe und Anforderungen des Unternehmens abgestimmtes System. Integrationsunternehmen begleiten Kunden von der Erstanalyse der Unternehmensanforderungen bis hin zum Support nach dem Go-Live. So auch datenpol. Wir bringen Erfahrung aus über 80 erfolgreichen Projekten in Österreich und international, und wenden unser Fachwissen bei jeder Integration an, um die bestmögliche Lösung für unsere Kunden zu finden und langfristiges Wachstum durch Digitalisierung zu ermöglichen.


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